Erwärmung

Ignoriert, belächelt, für überflüssig befunden: Ich kenne viele Spieler/innen, die keinen Wert auf eine vernünftige Erwärmung legen. Höchstens Kinder müssen sich aufwärmen, weil sie zu viel Energie haben und es zu einer ordentlichen Sporterziehung irgendwie dazu gehört. Das ist ein interessanter Aspekt; sagt er doch vieles über das Selbstverständnis dieser Sportart aus.

Jumping Jack
„Jeder Idiot kann Ping Pong spielen“

Das Zitat stammt aus dem Film Forrest Gump und ich muss oft daran denken. Wenn man sich nicht einmal die Mühe machen muss, sich vor dem Sport aufzuwärmen, was sagt das dann über Tischtennis aus? Der Sport wird nicht ernst genommen; eine chronische Unterschätzung selbst von Seiten der aktiven Spieler/innen.

Die Vorteile von Erwärmung
  • Körperliche und
  • mentale Vorbereitung auf den Sport.
  • Das Verletzungsrisiko sinkt.

Körperliche Vorbereitung
Bei der Erwärmung geht es in erster Linie darum, den Körper auf die bevorstehende Anstrengung vorzubereiten. Das Herz-Kreislaufsystem kommt in Schwung, Muskeln werden aktiviert und die Gelenke füllen sich mit Schmierflüssigkeit. Bei einer Tischtennisnahen Erwärmung werden zudem einstudierte Bewegungsabläufe ausgeführt.

Mentale Vorbereitung
Erwärmung ist auch Kopfsache. Es geht darum, den Alltagsstress hinter sich zu lassen, sich aufmerksam dem eigenen Körper zu widmen und sich auf das bevorstehende Training oder den Wettkampf zu konzentrieren. Erwärmung hilft bei der Fokussierung. Außerdem verschafft Ihr Euch damit Zeit, Euch den äußeren Bedingungen anzupassen (Halle, Boden, Lautstärke, Lichtverhältnisse usw.).

Verletzungen vorbeugen
Tischtennis ist kein Gesundheitssport. Im Gegenteil, Schulter, Knie und Rücken sind im Tischtennis hohen Belastungen ausgesetzt. Daher sind sie sehr verletzungsanfällig. Zerrungen, Überdehnungen und Rückenschmerzen könnt Ihr mit einer guten Erwärmung und etwas Kraft- und Beweglichkeitstraining gut vorbeugen.

Die schnelle zur-Not-Erwärmung

Wenn mal wieder nicht genug Zeit oder Platz ist oder Euch alle Leute doof angucken, dann:

  • packt das Springseil aus. Es ist platzsparend und sehr effiziert. 30 Sekunden springen reicht ja schon.
  • erwärmt wenigstens Eure Gelenke: Arm- und Schulterkreisen, Handgelenke und Füße, vielleicht noch Hüftkreisen.
  • springt ein paar Mal auf der Stelle: Knie hoch oder anfersen, kleine Sprünge vor, zurück und seitlich.