Was macht eigentlich ein Mannschaftsführer*?

Große Ehre oder lästige Pflicht? Jedes Team braucht einen Mannschaftsführer, aber die Wenigsten reißen sich um diesen Job. Von daher – Freiwillige vor. Gefragt sind Organisationstalente und kommunikative Typen.

Die Minimalanforderung

In erster Linie ist ein Team-Captain ein Ansprechpartner für das eigene Team und für die gegnerischen Mannschaften. Man darf also kein Datenzausel sein, sondern muss zumindest die eigene Telefonnummer öffentlich machen. Ansonsten gehört zur Minimalanforderung:

  • Telefonliste vom Team erstellen (Sportwart und Hausmeister nicht vergessen)
  • Einsatzplan erstellen
  • Spielergebnisse melden
  • Spielverlegungen beantragen
  • Ausrüstung checken: Trikot, Wettkampfbälle und Spielbogen besorgen
Die Maximalvariante

Wer sich berufen fühlt, darf auch gern noch etwas mehr in Richtung Teamgeist und Taktik investieren. Teamspirit in eine Einzelsportart zu bekommen, erfordert jedoch einiges an Anstrengung. Schön ist es daher, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Umso besser, wenn Ihr die Stärken und Schwächen Eurer Teammitglieder kennt. Danach könnt Ihr aufstellen oder Euch z.B. gegenseitig coachen.

  • Gemeinsame Team-Trainingseinheiten organisieren
  • Starke Doppelkombinationen ausfindig machen
  • Herausfinden, wer wen gut coachen kann
  • Ein Saisonziel verkünden
  • Mitfahrgelegenheiten etablieren
  • Siege und Niederlagen gemeinsam bei einem Kaltgetränk besprechen bzw. feiern
Wie stellt man Mannschaften auf?

Wie Ihr Eure Mannschaft aufstellt, hängt ganz von dem Charakter Eures Teams, dem Saisonziel und den gegnerischen Mannschaften ab. Meistens entscheidet stumpf der Kalender. Manche Spieler freuen sich jedoch auf ganz bestimmte Gegner. Wieder andere wollen einfach nur spielen. Für die einen ist es beruhigend, vorher die Punktezahl der Gegner zu checken, die anderen macht das nervös. Ihr wollt aufsteigen, nicht absteigen, Erfahrungen sammeln usw. Nach folgenden Kriterien könnt Ihr aufstellen:

  • Alle Spieler/innen sollen möglichst die gleiche Anzahl an Matches haben (Erfahrungen sammeln)
  • Stammspieler/innen spielen immer, Ersatzspieler/innen nur manchmal (Kontinuität)
  • Spieler/innen für feste obere und untere Paarkreuze (Rotation)
  • Starke Doppelkombinationen

Fazit: Ein Mannschaftsführer* kann alles allein machen, aber das ist nur selten gut. Besser ist es, wenn Ihr wichtige Dinge im Team besprecht und einer am Ende entscheidet bzw. organisiert. Ihr müsst Euch wohlfühlen, gegenseitig unterstützen und gemeinsam wachsen. Dann macht eine Saison auch richtig Spaß.